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Chronik

Um die Jahrhundertwende wurde in vielen Gemeinden unserer südniedersächsischen Heimat die Freiwilligen Feuerwehren auf Ortsebene gegründet.

Die 1. deutsche Freiwillige Feuerwehr wurde im badischen Durlach 1842 gegründet.

In Hettensen schlossen sich am 8. Februar 1911 37 Bürger zur Freiwilligen Feuerwehr Hettensen zusammen.

Die Dorfgemeinschaft und der Wille zur gegenseitigen Hilfe waren Grundlagen für die große Bereitschaft, sich gemeinsam für die Brandbekämpfung, für den Brandschutz und die Brandverhütung einzusetzen.

Diese Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr haben sich dann im Verlauf der Jahre zur heutigen modernen Ausbildung fortentwickelt und wir können stolz sein auf den erreichten Stand der Einsatzbereitschaft und Technik.
Hier ein paar Stationen aus 90 Jahren Feuerwehrwesen in Hettensen.

Wie schon erwähnt begann die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hettensen am 8. Februar 1911.
Dem Vorstand gehörten damals an:

  • 1. Hauptmann Eduard Wienecke
  • 2. Hauptmann Albert Diederich
  • Obersteiger Fritz Thofern
  • Zugführer August Krüger
  • Zugführer Albert Sprenger
  • Schriftführer August Thiele
  • Kassierer Carl Ahlborn II

Unter anderem wurde das Eintrittsgeld auf 50, der Monatsbeitrag auf 20 Pfennig festgelegt.
25 Pfennige kostete das unentschuldigte Fehlen.
Wer sich bei Versammlungen verspätete oder diese vorzeitig verließ hatte jeweils 10 Pfennig Strafe zu zahlen.

Nachdem am 6. Juni 1914 die letzte Versammlung vor Kriegsausbruch abgehalten wurde, traf man sich am 14. Dezember 1919 zur ersten Versammlung nach dem Krieg.

1924 wurde Eduard Wienecke als 1. Hauptmann von Wilhelm Düvel abgelöst.

Anlässlich des 15-jährigen Stiftungsfestes am 4. und 5. Juli 1926 fand auch der Kreisfeuerwehrverbandtag in Hettensen statt.
Man konnte 31 Wehren mit insgesamt 464 Kameraden begrüßen.

Die Amtszeit von Wilhelm Düvel endete 1930. Hier übernahm Albert Ellies das Amt als 1. Hauptmann.

Im Protokoll vom 10. Oktober 1931 ist von einer Hettenser Feuerwehr-Musikkapelle zu lesen, instrumentiert mit 7 Pfeifen, 2 Trommeln und einer „Dicken Pauke“.

Zu einem Eklat kam es auf der Versammlung am 17. Februar 1932. Hier wurden 2 Feuerwehrleute nach Beschluss eines Ehrengerichts vom „Commandeur aus der Wehr ausgeschieden wegen nicht genügender Respektion des Commandos“.
Die Versammlung „artete ins Gewalttätige aus und konnte nicht abgeschlossen werden.“

Mir einem großen Ball-Vergnügen und einem Werbemarsch wurde am 8. Februar 1936 das 25. jährige gefeiert.

Trotz dass die meisten Kameraden bereits an den Fronten des 2. Weltkrieges standen, wurde erst am 10. Januar 1942 die letzte Versammlung in den Kriegsjahren abgehalten.

6 Jahre und eine Woche danach am 17. Januar 1948 berichtet das Protokoll über die erste Nachkriegsversammlung. Die Tätigkeiten der Wehr hatten aber bereits vor diesem Termin begonnen.

Der spätere Gemeindebrandmeister Robert Spieß wird am 10. Februar 1951 in die Hettenser Wehr aufgenommen. Die Feuerwehr feierte Ihr 40-jähriges Stiftungsfest.

Der Monatsbeitrag von 20 Pfennigen wird nach über 40 Jahren im Jahre 1952 auf 30 Pfennige angehoben. Bereits 1953 erfolgte die Anhebung auf 50 Pfennige und 1957 auf 1 Mark, die heutige Höhe von 2 Mark wurde 1991 zum ersten mal erhoben.
Ab dem Jahre 2002 beträgt der Jahresbeitrag 13 Euro.

1956 wird die Wettkampfgruppe im Einsatz mit der Handdruckspritze in Großenrode Kreismeister.

Diese Handdruckspritze wird im Jahr 1957 von einer Motor-Tragkraft-Spritze der Marke Bachert abgelöst.

Nach 28 Jahren Amtszeit scheidet Albert Ellies aus Altersgründen aus, neuer Gemeindebrandmeister wird ab dem Jahr 1958 Robert Spiess.

Die Ernennung zum Ehrenbrandmeister durch den Gemeinderat bekommt Albert Ellies im darauffolgenden Jahr.

Das Spritzenhaus wird 1958 zum 1. Mal umgebaut.

Der 2. Umbau findet 1971 statt. Anlass ist die Freiwillige Feuerwehr Hettensen bekommt ihr erstes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Marke Ford. Außerdem wird das 60. Stiftungsfest gefeiert.

Das Amt des Ortsbrandmeisters wechselt im Jahr 1974 von Robert Spiess zu Arnold Kaschubiak.

Auch sportliche Erfolge stellen sich ein.
1978 qualifiziert sich die FFH erstmals für den Bezirkswettkampf, welcher in Einbeck stattfindet.

1979 wird man in Nörten-Hardenberg zum ersten Mal Kreismeister,
bei den Bezirkswettkämpfen in Braunschweig guter sechster.

Nach ca. 30 Jahren musste die FF Hettensen im Jahr 1974 wieder zu einem Grossbrand ausrücken. (Günter Munke, Ellieröder Straße)

1980 erringt die Hettenser Feuerwehr den ersten Platz bei Wettkämpfen der Stadt Hardegsen.

Ein Schulungsraum wird 1981 in Eigenleistung im Dorfgemeinschaftshaus der ehemaligen Schule eingerichtet, der noch heute von der FF Hettensen genutzt wird.

Im gleichen Jahr wird das 70-jährige Bestehen mit Wettkämpfen und einem Tanzvergnügen begangen.

Im Jahr 1982 mussten 2 Grossbrände bekämpft werden, zunächst im März ein Scheunenbrand (Falke) mit 98 Kameraden im Einsatz, für den zweiten Scheunenbrand im Mai in der Lödingser Strasse (Henzler) 99 Kameraden.

Ein weitere Kreismeistertitel kommt 1982 dazu.

Ein großer Tag war der 29. September 1985. Im Rahmen „Tag der offenen Tür“ wird das neue Feuerwehrhaus eingeweiht.

Das 75-jährige Stiftungsfest im Jahre 1986 wurde mit einem großen Zeltfest an gleicher Stelle wie heute begangen.
Neben einem Pokalwettkampf war der Höhepunkt des Festes die Weihung unserer Feuerwehrfahne.
Diese wurde durch ein Fahnenband verschönert, welches die Frauen der Feuerwehrmitglieder spendeten.
Den Frauen die so oft auf Ihre Männer verzichten müssen, weil diese ihre ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, nochmals vielen Dank.

Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Überreichung des Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Silber an Arnold Kaschubiak im Jahre 1987.

Am 10. März 1988 wurde die 31-jährige Tragkraftspritze der Marke Bachert durch unsere heutige Tragkraftspritze der Firma Metz (TS 8/8) ersetzt.

Den ersten Erfolg konnten wir mit der neuen TS mit dem Gewinn der Stadtmeisterschaft feiern, ihre erste Bewährungsprobe bestand sie im Dezember beim höchsten Hochwasser in Hettensen seit 1947.

Ebenfalls im Jahr 1988 wird mit Kurt Glaser das erste Ehrenmitglied der FF Hettensen gewählt, im Jahre 1991 folgt Franz Hübner und 1993 wird Günter Munke zum Ehrenmitglied ernannt.

1990 qualifizierte man sich für die Bezirkswettkämpfe in Gifhorn.

Nach 20 Jahren Brandmeister in Hettensen stellt Arnold Kaschubiak sein Amt zur Verfügung und Egon Klinge wird 1994 neuer Chef der Hettenser Wehr.

Die Jahreshauptversammlung wurde in diesem Jahr durch Sirenenalarm unterbrochen, Einsatzort war der Sonnenweg (Ölmann).
Im weiteren Verlauf des Jahres mussten neben einigen Hilfeleistungen 1 Grossbrand (Wochenendhaus Mühlenberg) und 3 Kleinbrände gelöscht werden.

Ein Sportfest im Jahre 1995 geht in die Anahlen unserer Feuerwehr ein.
11 Frauen treten in die Freiwillige Feuerwehr Hettensen ein.
7 absolvieren hiervon ihren Grundlehrgang und 5 üben heute noch ihren aktiven Dienst aus.
Zur Zeit haben wir ?? aktive und ?? fördernde Feuerwehrfrauen.

Die Frauen animierten uns neben der technischen Hilfeleistung auch aktiv am Wandertag der Wanderfreunde Hettensen teilzunehmen.
Als stärkste einheimische Gruppe erhält die Feuerwehr einen Wanderpokal den sie in den darauffolgenden Jahren bis heute stets verteidigen konnte.

Im Jahre 1998 errichteten wir mit Unterstützung des gemischten Chores „Harmonie“ einen Grillplatz an unserem Feuerwehrhaus und stellen diesen den Bürgern von Hettensen zur Verfügung.

Im Dezember 1998 rückten wir zu einer nachbarschaftlichen Löschhilfe nach Asche aus.

Auch muss 1998 ein Hochwasser an zwei Tagen bekämpft werden.

1999 steht im Kaineweg ein Wohnhaus in Flammen und unser neues noch nicht offiziell übergebenes TSF der Marke Fiat Ducato muss seine erste Bewährungsprobe bestehen. Diese Übergabe wurde dann am 23. Oktober vollzogen.